Wunder gibt’s nicht …

Medikamente helfen, bewirken aber keine Wunder

Parkinson ist zwar nicht heilbar, aber gut behandelbar. Im Klartext bedeutet das, ziemlich viele Medikamente einnehmen. Ist ein Parkinson Patient erst einmal richtig eingestellt, geht es ihm eigentlich ziemlich gut.

Trotz Einnahme irgendwelcher „Wundermedikamente“, die möglicherweise auch wirken, darf ein wichtiger Punkt nicht vergessen werden, die körperliche Betätigung, denn Medikamente allein würden auf Dauer nicht viel helfen.

Die Sache mit den Beeinträchtigungen und den Macken

Ein Parkinson Patient ist für die meisten Menschen an seinen zittrigen Bewegungen erkennbar. Davor blieb auch ich nicht verschont, auch wenn ich es ziemlich gut unter Kontrolle habe. Auch die verlangsamten Bewegungsabläufe lassen sich nicht verheimlichen. Die größte Gefahr verbirgt sich allerdings hinter der Tatsache, dass die Gelenke ohne Behandlung und entsprechender Bewegungstherapie versteifen würden, was letztendlich zu massiven Gehproblemen führen würde. Das Gegenmittel heißt Sport jeglicher Art.

Alles recht schön und gut, aber wie oft im Leben, gibt es da einige Gegenspieler. Ich nenne sie liebevoll „nervlich-geistige Macken„, was nicht bedeutet man hätte auch noch einen Dachschaden mit dem Parkinson Paket erhalten.

Diese „nervlich-geistige Macken“ zeigen sich bei mir persönlich in erster Linie in Form von Antriebslosigkeit, die ich immer wieder bekämpfen muss, um nicht zu versauern oder mich gar selbst aufzugeben. Das Anstrengendste in meinem Parkinsonleben ist also nicht die sportliche Betätigung, sondern viel mehr der seelische Kraftaufwand den ich benötige, um den inneren Schweinehund zu besiegen. Zum Glück bin ich relativ oft siegreich, was dann mit Berg- und Höhlentouren, Mountainbike Ausflügen und ähnlichen Aktivitäten gewürdigt wird.

Dann gibt’s da auch noch einige sehr gewöhnungsbedürftige Macken, deren Existenz ich nicht sofort begreifen konnte, da ich sie aus meiner Zeit vor Parkinson nicht kannte. Zum Beispiel die „Nervösmach- und Verfolgungswahn- Macke„; ich war es gewohnt mich in großen Menschenmengen zu bewegen, ohne nervös zu werden. Heute sieht das anders aus. Wenn’s ganz blöd hergeht, genügt bereits eine Ansammlung von 10 Personen, um mich beobachtet zu fühlen und nervös zu werden.

Eine Macke die ich ganz besonders „liebe“ ist die „plötzlich geht nichts mehr – Macke„; hundert Mal problemlos gemacht und plötzlich geht gar  nichts mehr. Beispiel: Ein seit hunderten von Jahren zwei Meter breiter Durchgang wird plötzlich zur gefühlten 50 Zentimeter schmalen Engstelle. Da hilft nur eines, „scheiß drauf, beim nächsten Mal geht’s dann wieder“ …

Wenn das "scheiß drauf ..." nix hilft, dann kannst auch noch zur Psychotherapie gehen. Hab ich auch schon absolviert (wtf), was mir die Erkenntnis einbrachte, ein Besuch im Schweizerhaus bringt mehr ...

3 Kommentare zu „Wunder gibt’s nicht …“

    1. Na dann, am 15.03. um 11:00 >>> Saisonstart! 🍻🍻🍻🍻🍻

      Keine Ausrede, jeder Arbeitgeber IST VERPFLICHTET seinen MitarbeiterInnen zwecks Schweizerhaus-Besuch an diesem Tag frei zu geben.

      Selbiges gilt auch für 30. und 31.10. >>> Saisonschluss!🍺🍺🍺🍺🍺

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