Kooperation Alternativ- & Schulmedizin?

Ja wenn …

In einer Sache bin ich ein eher untypischer Österreicher, nämlich in der Verwendung von Sätzen wie, „na wenn ich das gewusst hätte, dann wäre heute alles anders„.  Es bringt absolut nichts, nachher immer schlau zu sein und zu wissen, was gewesen wäre wenn …

Alles immer realistisch betrachten!

Darüber nachzudenken, was wäre wenn ich kein Parkinson hätte, ist nicht relevant und unsinnig und zwar genau so unsinnig, wie die Ursache jeder Unpässlichkeit in Parkinson zu suchen. Eine gewaltige Erkältung krieg ich sicherlich nicht, weil ich jetzt ein Parkinson Patient bin, sondern weil ich mir einen Virus eingefangen hab‘ oder weil ich blöd war und mangelhaft bekleidet bei Sturm und Regen im Freien zubrachte.

Bewegungsstörungen, Fehlhaltungen, Unmut und Gemütsschwankungen, oder gar Depressionen, die stehen meistens in direktem Zusammenhang mit Parkinson. Irgendwie auch logisch, wenn nicht immer alles so läuft wie man es sich vorsellt und deine Macken dir dann auch noch einen Strich durch die Rechnung machen, da kannst du schon mal ein bisserl trübsinnig werden.

Akzeptieren und ohne Einwand annehmen ?

Ich persönlich sehe allerdings auch keinen Grund dafür, bei jeder Gelegenheit zu sagen:  „Scheiße, das ist leider so weil ich an Parkinson erkrankt bin„. Schließlich heißt es von medizinischer Seite, Parkinson ist gut behandelbar, was für mich persönlich bedeutet, dass es dem Patient besser gehen wird, als ohne medizinische Betreung und auch das Fortschreiten der Krankheit wird verzögert. Dass ich mit dieser Sichtweise richtig liege, konnte ich bereits in den ersten Wochen nach Behandlungsbeginn feststellen.

Wenn ein Medikament wegen seiner fatalen Nebenwirkungen abgesetzt werden muss, akzeptiere ich das uneingeschränkt. Dem Versuch, mit Ersatzmedikamenten die positiven Wirkungen des abgesetzten Medikaments wieder herzustellen, stimme ich selbstverständlich auch zu. Wenn allerdings plötzlich wieder Symptome auftreten, die weitgehend, beziehungsweise gänzlich verschwunden waren, oder sich gar komplett neue Macken zeigen, akzeptiere ich das sicherlich nicht als gegeben, auch NICHT unter dem Titel, „das ist so weil ich an Parkinson erkrankt bin„.

Daher werde ich auch in Zukunft nicht alles sofort als gegeben hinnehmen und weiterhin ein „lästiger Patient“ sein, denn was zu meinem alltäglichen Leben gehört möchte ich mir nicht zwingend von schulmedizinischer Seite vorschreiben lassen!

Die innere Stimme verlangt nach Alternativen!

Auch wenn meine Neurologin, der ich zu hundert Prozent vertraue, mit meinem klinischen Zustand sehr zufrieden ist, bin ich davon überzeugt, dass sich einige meiner Macken mit zusätzlichen alternativmedizinischen Methoden erfolgreicher behandeln lassen.

SchulmedizinerInnen brechen zwar nicht in Begeisterung aus, wenn sie auf Alternativmedizin und alternative Behandlungsmethoden angesprochen werden. Allerdings können sie dir auch nicht beibringen, deine Krankheit zu verstehen und die damit verbundenen Macken zu begreifen.  Das ist allerdings auch nicht ihre Aufgabe.

Fazit: Ohne Schulmedizin geht's bei Parkinson sicherlich nicht. Die SchulmedizinerInnen sind sozusagen für die Behandlung der offensichtlichen Symptome zuständig, aber die Behandlung des damit verbundenen Umfelds samt tiefster persönlicher Abgründe, überlasse ich dann doch lieber den AlternativmedizinerInnen .....

Autor: Andy Bigler

Da gibt's nicht all zu viel zu sagen, außer dass ich ein Genießer bin, gerne Sport betreibe, meine größten Leidenschaften das Schreiben kulinarischer Artikel und das Downhill Mountainbiken sind und dass seit Anfang 2016 alles etwas eingeschränkt abläuft, da mir Morbus Parkinson und die Nebenwirkungen der verabreichten Medikamente manchmal gehörig dreinpfuschen. Aber geht nicht, gibt's nicht und aufgegeben wird schon gar nicht, denn das Leben ist zu wertvoll um es hinzuschmeißen .....

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