Stockende „MTB-Karriere“ …

Eigentlich sollte es heißen, Schwamm drüber, das war wohl nichts!

Mein Nickname ParkinsonRider hat seinen Ursprung genau genommen in meinem Lieblingssport, dem Mountainbiken. Als ich mein Parki-Tagebuch eröffnete, schrieb ich noch großartig, dass man den ParkinsonRider auch 2017 im Wald und am Berg mit seinem Hobel antreffen würde.

Manchmal kommt es doch anders als gedacht

So sollte es auch sein, aber leider hat mir da meine Medikamenten Einstellung bereits Anfang des Jahres einen Strich durch die Rechnung gemacht. Zuerst machten sich Gelenksschmerzen bemerkbar, die zeitweise dafür sorgten, dass ich eigenartige Beinbewegungen hatte. Beim Stehen blieben meine Beine bereits nach 5 Minuten am Boden kleben (Freezing) und waren nur schwer in Gang zu kriegen. Training am Ergometer Bike sorgten für teilweise Besserung und ließ die Hoffnung weiter leben.

Im Frühling stellten sich dann neue Macken ein. Aus meiner Hitzeempfindlichkeit wurden Schweißausbrüche bei geringster Anstrengung und Temperaturen im 20 Grad Bereich. Das wäre kein unüberwindbares Problem gewesen, dem Waldboden hätten meine Schweißflüsse kaum geschadet. Blöder Weise waren diese Schweißausbrüche von ziemlich massiven Schwindelanfällen begleitet, die ich in den Folgemonaten nicht mehr los werden konnte. In diesem Zustand habe ich mich einfach nicht getraut zu fahren.

Kurze positive Entwicklung

Obwohl der Sommer mit seinen Hitzetagen für diese Schwitz- und Schwindelig- Macke nicht gerade hemmend wirkte, besserte sich die Situation und ich unternahm gemeinsam mit meiner Frau zwei mittellange Touren in unserem Urlaub in Heidenheim. Die verliefen gar nicht so schlecht und auch in etwas schwierigerem Gelände fühlte ich mich wohl. Das gab mir wieder Auftrieb ….

Aber irgendwie sollte es einfach nicht sein

Zuerst machte uns ein bedenklicher Krankheitsfall in der Familie, der zum Glück gerade noch gut ausging, quasi einen Strich durch die Rechnung. Eine Woche später zog ich mir eine gewaltige Erkältung zu, die ich wochenlang nicht los werden konnte und die an meiner Substanz auch noch kräftig saugte.

Wieder in heimischen Gefielden angekommen, versuchte ich mich mit langen Spaziergängen und Ergometer Training zurück zu kämpfen. Aber ich kam nicht mehr in halbwegs brauchbare Form. Meine Medidikamenteneinstellung passte überhaupt nicht mehr.

Seit Anfang September Up and Down

Also, neuerliche Einstellversuche im Spätsommer. Zu wenig Dopamin, also die volle Dröhnung ab 06:30 bis zum Schlafengehen. Nach 3 Wochen zeigten sich die ersten Erfolge, ich war wieder gut unterwegs und konzentrierte mich ausschließlich auf mich und meinen Körper. Mit dem Schreiben war sowieso nichts zu machen, da ich bereits seit mehreren Monaten nicht länger sitzen kann, weil sonst meine Beine verrückt spielen. Von allen Seiten wurde mir gesagt, meine Gesundheit hat Vorrang, was ich mir zu Herzen nahm und auch weiterhin nehme! Gerade als ich Licht am Ende des Tunnels sehen konnte, kam der Tiefschlag durch ein Medikament (PK-Merz), dessen gewünschte Wirkung überhaupt nicht eintrat. Dafür wurde ich am 20. Oktober komplett zerstört und zwar physisch und psychisch. Ich konnte von einer Sekunde auf die andere nicht mehr vernünftig gehen, bekam Schweißausbrüche, Beklemmungen und extreme Kreislaufstörungen und weil das noch nicht genug ist, kamen auch noch massive Schlafstörungen dazu. Das Medikament wurd zwar am 05. November abgesetzt, aber diese bedenklichen Symptome verabschieden sich nur sehr langsam ….

Fazit:

Heuer, so befürchte ich, wird das mit dem Mountainbiken wohl nichts mehr werden. Aber ich bleib dran ...

Autor: Andy Bigler

Da gibt's nicht all zu viel zu sagen, außer dass ich ein Genießer bin, gerne Sport betreibe, meine größten Leidenschaften das Schreiben kulinarischer Artikel und das Downhill Mountainbiken sind und dass seit Anfang 2016 alles etwas eingeschränkt abläuft, da mir Morbus Parkinson und die Nebenwirkungen der verabreichten Medikamente manchmal gehörig dreinpfuschen. Aber geht nicht, gibt's nicht und aufgegeben wird schon gar nicht, denn das Leben ist zu wertvoll um es hinzuschmeißen .....

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