Gibt’s wieder Licht am Ende des Tunnels?

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Nach sieben Tagen mit Madopar …

Letzten Donnerstag 11.01.2018 zu Mittag nahm ich meine ersten Madopar-Tabletten statt Trigelan.

Gleich vorab und ganz ohne Bescheidenheit – insgesamt fühle ich mich um Einiges besser! Sodbrennen hatte ich seither keines mehr und auch von Übelkeit blieb ich verschont. Das ist schon mal positiv 👍.

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Positive Änderungen bezogen auf Parkinson

Als erste positive Wahrnehmung stellte ich am Sonntag 14.01.2018 beim Klettern fest, dass ich wieder etwas koordinierter und vorallem kraftvoller agieren konnte, als all die Wochen zuvor. Auch die krampfartigen Muskelverspannungen in den Unterarmen, welche innerhalb kürzester Zeit auftraten, sobald meine Hand einen Griff fest umschließen musste, traten nicht mehr so häufig in Erscheinung, wie noch vor ein paar Wochen.

Ich habe zwar noch immer Schlafstörungen aufgrund blödsinniger Träume (keine Albträume), aber zum Glück haben sich Intensität und Häufigkeit dieser Träume in den letzten Tagen stark dezimiert, wodurch sich mein anschließender Tagesablauf wesentlich angenehmer gestalten lässt. Plötzliche Müdigkeitsattacken treten manchmal noch in Erscheinung, aber zum Glück wesentlich weniger intensiv, als bisher.

Solange man kein Problem damit hat, wird auch nicht darüber gesprochen, über Darmträgheit und vermehrten Harndrang. Darmträgheit ist allerdings ein sehr verbreitetes Parkinson Symptom. In den letzten Wochen hatte ich ebenfalls mit Darmträgheit zu kämpfen.  Obwohl ich seit knapp acht Wochen bemüht bin dieser Macke mit regelmäßiger Einnahme von Flohsamen Schalen entgegen zu wirken, war bisher kein „Erfolg“ festzustellen. Auch mit dem von der Neurolgin verordnetem „Molaxole“ (schmeckt grausig, nach Glytzerin, ähnlich wie Kühlerfrostschutz), ging da nicht besonders viel weiter. Madopar erwies sich auch in diesem Fall als das für mich passende Medikament und auch der vermehrte Harndrang wurde wieder in akzeptable Pinkelintervalle gelenkt.

In den letzten Wochen machte sich auch extreme körperliche Müdigkeit bemerkbar und das bereits nach sehr geringer Anstrengung. Wenn es nicht möglich war, einige Zeit zu schlafen, verlief der Rest des Tages so, als ob ich gar nicht anwesend wäre. Seit Dienstag dieser Woche, hat sich dieser Zustand ebenfalls stark verbessert. Ich werde nur noch selten müde und wenn doch, dann ist die Regenerationszeit wesentlich kürzer geworden.

Für mich persönlich sind das absolte Pro-Stimmen zu Gunsten von Madopar! 👍😎

Kein Licht ohne Schatten

Insgesamt betrachtet fühle ich mich momentan wesentlich besser als die Wochen zuvor. Als realistischer Optimist bin ich auch nicht enttäuscht, dass einige Macken noch immer unverändert in Erscheinung treten.

Übergebührliche Wärmeempfindlichkeit, verbunden mit Schwitzattacken gehören weiterhin zum Alltag 😟.

Ich beginne zeitweise noch immer ganz plötzlich und unvorhersehbar linksseitig zu hinken. Genau so plötzlich und unvohersehbar gehe ich nach einiger Zeit wieder so, als ob nie etwas gewesen wäre, unabhängig davon ob ich ein Medikament gerade eben eingenommen habe oder ob es bereits einige Stunden her ist. Auch die Tageszeit spielt dabei keine Rolle. Es ist kein Muster erkennbar. Mit ziemlcher Sicherheit tritt diese Macke dann in Erscheinung, wenn ich unter Druck oder in Stress gerate. Psychische Belastungen sind ebenfalls so etwas wie eine Garantie für solche linksseitigen Schwächeanfälle 😟.

Seit Mitte August letzten Jahres vermehrten sich auch wieder meine Probleme mit Taubheit der Beine im Sitzen und im Stehen, was auch ein Grund dafür war, dass ich seither keine Artikel schreiben konnte. Diese Taubheit konnte und kann ich nur durch Bewegung in halbwegs vernünftige Bahnen lenken. Seit ich Madopar nehme hat sich dieser Zustand allerdings etwas verbessert 😐🙂.

Auch an der Tatsache, dass mein linkes Bein zeitweise überhaupt kontraproduktiv arbeitet, hat sich nichts geändert. Wenn meine linke Hand durchgestreckt nach oben greift und das linke Bein ebenfalls gestreckt ist, fällt es mir sehr schwer dieses anzuwinkeln, so als ob kein Kraftfluss zwischen linker Hand und linkem Bein möglich wäre 😐.

Diese linksseitigen Macken haben ihren Ursprung in leichten bis mittelschweren Schäden an HWS und LWS, welche durch den Einfluss von Parkinson quasi auch noch verstärkt werden 😐.  Aber so lange sich dieses Manko nicht rapide verschlechtert, ist es halb so wild 🙂.

 

Wenn sich der psychische Stress eventuell auch noch weitgehend beruhigen sollte, dann bin ich vorsichtig optimistisch und hoffnungsvoll ...

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